Qualitätsanforderungen

Qualitätsanforderungen an die Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwächen.

Lese-Rechtschreibschwächen wirken auf die gesamte psychische Entwicklung des betroffenen Kindes ein und prägen eine sich erst entwickelnde und ausbildende Persönlichkeit. An die Umfangsqualität der Untersuchung sind deswegen umfassendere Anforderungen zu stellen als dies bei Erwachsenen der Fall ist, die eine in ihrer Entwicklung abgeschlossene Persönlichkeit aufweisen, wenn bei ihnen eine entsprechende Beeinträchtigung eintritt. Wegen der gesunden körperlichen, kognitiven und psychischen Gesamtentwicklung des betroffenen Kindes, darf sich eine Legasthenie-Diagnostik nicht auf das von der Störung betroffene Teilgebiet beschränken. Sowohl in der Untersuchung als auch in der Behandlung dürfen psychologische, habilitative, pädagogische und sozialpädagogische Aspekte nicht voneinander getrennt werden.

Wenn das genaue Bild der Lern-/Leistungsprobleme und ihre Umfangsrelevanz nicht differenziert genug erfasst ist, kann es zu unwirksamen Therapien kommen, weil nicht berücksichtigt ist, dass und wie sich die einzelnen Komponenten gegenseitig beeinflussen und verstärken.

Da wir darüber hinaus nicht nur diagnostisch tätig sind sondern auch therapeutisch, findet zwischen beiden Bereichen eine fruchtbringende Wechselwirkung statt: Wir erheben diagnostisch nicht nur quantitative Diskrepanzen oder beschreiben Defizite, sondern wir suchen auch nach systematisch nicht gestörten (bereits erworbenen) Leistungen bzw. Leistungsansätzen, um sie therapeutisch weiterzuentwickeln. In diesem Sinn ist unsere Lerntherapie eine Entwicklungstherapie und in diesem Sinne nennen wir uns „Kinderzentrum für Entwicklungs- und Lerntherapie“.